Die Kunst des Befehlens

Das Ausspielen der Befehlskarten, um die Miniatureneinheiten auf dem Schlachtfeld zu aktivieren, schafft einen einzigartigen Spielfluss, der den Memoir’44-Fans bekannt sein dürfte. Auf jeden Fall wollen wir uns das etwas näher ansehen.

Aktionskarte

Wie es schon aus den vorangehenden Beschreibungen hervorging, ist ein Spieler nicht immer in der Lage, die Aktionen auszuführen, die er gerne ausführen würde, wenn er an der Reihe ist. Wenn Du keine Befehlskarten hast, um Deine Truppen auf dem linken Flügel zu aktivieren, werden sie sich einfach in dieser Runde nicht bewegen, egal wie gerne Du das hättest!

Das kann auf den ersten Blick auf einige beunruhigend wirken. Schnell merkt man aber, dass der Schlüssel zum Erfolg eher die richtigen Entscheidungen im Spiel als der Glücksfaktor sind.

Einmal ausprobiert stellst Du sogleich fest, dass dieses System der Aktivierung durch Befehlskarten dazu zwingt, überlegt vorzugehen: Du bewegst Deine Truppen auf dem linken Flügel, um auf Deine Feinde zu stoßen, weil das eben die mächtigste Karte war, die Du gerade in der Hand hattest … aber es war nicht unbedingt der beste Zug, den Du machen konntest.

Wenn Du keine andere Befehlskarte mehr hast, um bei diesem Zug in weiteren Runden nachzusetzen (weil Du z.B. Befehlskarten für andere Bereiche des Schlachtfelds hast), könnte eine langsame Annäherung über einen anderen Flügel, die sich im Laufe des Spiels über mehrere Runden Runden entwickeln kann, in diesem Fall strategisch besser sein.

Einheit in Kampfaufstellung...

Einheit in Kampfaufstellung…

Karte Führung

Betrachte die Befehlskarten in Deiner Hand als einen (limitierten) Vorrat an Schlachtbefehlen, die Du an Deine Truppen senden kannst, um in die Kampfhandlungen einzugreifen. Und betrachte das Spiel selbst als eine Abfolge von Einblendungen, die die spannendsten und entscheidendsten Aktionen zeigen, als wenn Du der Regisseur wärst und nur die einprägendsten Szenen festhalten willst!

Einer der Hauptgründe, warum das Spiel ausgeglichener ist, als es scheint, liegt an der Aufteilung des Schlachtfelds und der Ausgestaltung der Bereichskarten, da der linke Flügel eines Spielers den rechten des anderen entspricht. Da alle Befehlskarten von denselbem Stapel gezogen werden, kann - wenn ein Spieler bereits viele Karten des rechten Flügels in der Hand hält - der Stapel nur noch aus verhältnismäßig mehr Karten des linken Flügels bestehen. Sobald der Gegenspieler diese Karten in der Hand hält, kann er seine Truppen exakt gegenüber denen des ersten Spielers im rechten Flügel positionieren!

Das wird noch abgerundet durch die Bedeutung der Taktikkarten und das Verhältnis von Bereichs - zu Taktikkarten: Taktikkarten ermöglichen dem Spieler, seine Einheiten mit beliebigem Standort auf dem Schlachtfeld zu aktivieren. So kann eine zunächst bedeutungslose Taktikkarte, mit der sich eine einzelne Einheit bewegen lässt, von entscheidender Wichtigkeit werden!

Eine weitere Auswirkung des Befehlskarten-Systems ist der Vorteil, den gewisse Geländeplättchen verschaffen, durch die eine rot gepunktete Linie verläuft.

Auf denen befindest Du Dich in zwei Bereichen (linker Flügel und Mitte oder Mitte und rechter Flügel, je nachdem auf welcher der zwei rot gepunkteten Linien Du stehst). Diese Plättchen erlauben den dort positionierten Truppen häufters aktiviert zu werden. Infolgedessen bringen diese Geländeplättchen einen wirklichen Positionsvorteil und können entsprechend hart umgekämft sein.

Aus all diesen Gründen wird es wichtig sein zu lernen, wie und wann Du Deine Befehlskarten einsetzt, die richtigen Karten für die folgenden Runden aufzuheben, die Aufstellung seines Gegners im Auge zu behalten und so weiter - denn all das wird der Schlüssel zur einer erfolgreichen Strategie sein.
Weitere Subtilitäten ergeben sich aus der Zusammensetzung des Befehlskarten-Stapels. Diese zu entdecken ist ein ebenso integraler Bestandteil der Spannung am Erlernen dieses Spiels.

Der Befehlshaber

Der Befehlshaber - ein Schlüsselcharakter, der bestimmt, wie viele Befehlskarten Du in der Hand haben darfst.

Selbst für die Veteranen unter den Memoir’44-Spielern wird es einiges Neues zu entdecken geben, auf das sie sich einstellen müssen:

  • Einige Bereichskarten aktivieren eine Anzahl von Einheiten (”Einheit gemäß Kommandokartenzahl aktivieren”), was wiederum mit der Anzahl der Level eines Deiner entscheidendsten Charaktere im Kriegsrat, der Befehlshaber, in Verbindung steht.
  • Die rot gepunkteten Linien sind um ein halbes Hexagon vom M44-Plan versetzt.
  • Und noch einiges mehr.

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4 Antworten zum “ Die Kunst des Befehlens ”

  1. cero sagt:

    Noch nichts umwerfend neues (vgl Mem44) bis auf den Befehlshaber - und da scheint sich doch eniges zusammenzubrauen und, das geb ich zu, die ganze Liste mit den auf einen Kampf folgenden Ereignissen (Verfolgung etc), das wird dem Spiel ienen ganz anderen Drive geben.
    Bei Mem 44 sind die kampfkarten das A und O - scheint dass es bei Battlelore auch ganz andere Möglichkeiten gibt - ich bin echt gespannt auf die Lore-Karten (Macht-Karten, den Kriegsrat etc)….
    Also: ICH WILL MEHR :D

  2. travica sagt:

    sehe ich auch so, noch nichts weltbewegend neues in diesem Eintrag. Allerdings eine sehr bildhafte und schöne Zusammenfassung dessen, was das C&C-System im Kern ausmacht!
    Dieser Blog ist wirklich eine Spitzenidee: Ist wie mit einer soap, am Ende der letzten Folge möchte man immer wissen wie es weitergeht ;) Aber langsam wird es mal Zeit für mehr Infos über Kriegsrat, Lore Karten, Lore tokens und und… :D

  3. cero sagt:

    Vielleicht erscheint ja in drei Jahren die “Battlelore Season one DVD-Box”, mit einem Special - so sieht der Grafiker von hinten aus, Eric H. rauft sich die Haare weil er schon wieder verliert, Richard Borg beim enwerfen von C&C Neanderthal - ab 6 jahren, denn es gibt nur Einheiten mt Keulen :D

  4. IjonTichy sagt:

    Ich freu’ mich schon auf die Demos in Essen! Kann man sich irgendwo für ein Testspiel anmelden?